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Wie werde ich meine Schuldgefühle los?

Drei wirksame Methoden, um sich von quälenden Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen zu befreien.

Wir alle kennen es nur zu gut, das Gefühl, schuldig zu sein, etwas verabsäumt zu haben, jemanden in Stich gelassen zu haben, eine Enttäuschung verursacht zu haben, oder eine scheinbar negative Verkettung von Ereignissen in Gang gesetzt zu haben. Siehst du dann auch noch einen Zusammenhang zu einem tragischen Ereignis, kann es sein, dass dich deine Schuldgefühle ein Leben lang verfolgen.

So ging es auch Stefanie. Ihr Vater lag im Sterben und sie hatte schon 5 Tage lang an seiner Seite im Krankenhaus ausgeharrt. Am sechsten Tag entschied sie sich, wieder in die Arbeit zu gehen. Genau in dieser Zeit verstarb ihr Vater. Stefanie machte sich deswegen jahrelang Vorwürfe.

Fatale Glaubenssätze

schuldgefuehleWie kommt es zu solchen Situationen? Es gibt mehrere Ursachen. Einerseits leben wir in Deutschland und Österreich in einer Gesellschaft, die aufgrund historischer Ereignisse ein kollektives, schlechtes Gewissen verordnet bekam. Außerdem haben christliche Religionen bei den meisten Menschen ebenfalls eher ein Schuldbewusstsein hinterlassen.

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Elterngenerationen der letzten Jahrzehnte, dieses Bewusstsein in Form von Glaubenssätzen an ihre Kinder weitergegeben haben, die uns letztendlich alle mit dem Gefühl zurückgelassen haben, dass wir immer wieder das Falsche tun, nicht genug sind, und uns deswegen schlecht fühlen.

Heute hat sich die Situation nicht unbedingt gebessert. Denn mittlerweile haben nicht nur die Kinder, sondern auch ihre Eltern das Gefühl, nicht gut genug zu sein.

Nimm nur diese zwei Sätze her, die wir alle kennen:

„Gute Kinder tun das, was ihre Eltern von ihnen verlangen.“

„Gute Eltern sorgen dafür, dass es ihren Kindern an nichts fehlt.“

Du ahnst bereits das Dilemma. Doch was tun?

Die drei Wege aus den Schuldgefühlen

Wie kannst du nun die quälenden Selbstvorwürfe beseitigen und deinen Seelenfrieden finden? Ich möchte dir an dieser Stelle drei wirksame Wege vorstellen:

  1. Der Prozess der Schuldauflösung
  2. Vergebensvisualisierung
  3. Das Mantra zur Selbstanerkennung

Prozess der Schuldauflösung

Die nachfolgenden Fragen helfen dir, negative Emotionen wie Schuldgefühle zu beseitigen. Gleichzeitig ermöglichen sie dir, neue, positive und lebensbejahende Erfahrungen zu kreieren. Du kannst die Fragen, mithilfe einer zweiten Person durchgehen, oder sie allein erarbeiten.

  • Für welche Handlung oder Nicht-Handlung fühlst du dich schuldig?
  • Welchen Glaubenssatz verletzt diese Handlung/Nicht-Handlung?
  • Was ist an diesem Glaubenssatz unrealistisch?
  • Kannst du dein vergangenes Verhalten in Bezug auf dieses Verhalten/Nicht-Verhalten ungeschehen machen?
  • Wie kannst du dich nun von der Schuld befreien?

Aus unserem Beispiel von oben würden sich folgende Antworten ergeben:

schuldgefühleStefanie hatte große Schuldgefühle, weil sie nicht da war, als ihr Vater starb. Die Glaubenssätze, die sie verletzt hatte, lauteten: „Eine gute Tochter ist an der Seite ihres sterbenden Vaters.“ und: „Eine pflichtbewusste Arbeitnehmerin vernachlässigt nicht ihre Aufgaben im Job.“ Unrealistisch ist am ersten Glaubenssatz, dass es nicht realistisch ist, rund um die Uhr am Todesbett ihres Vaters auszuharren, und dass, trotz der Tragödie des Ereignisses, Stefanies Leben weiterging.

Andererseits ist auch nicht realistisch, zu erwarten, die eigenen Pflichten genauso zu erfüllen, wenn ein enges Familienmitglied im Sterben liegt. Und nachdem Stefanie ihre Handlung nicht ungeschehen machen konnte, hatte sie nun die Möglichkeit, ihre Glaubenssätze zu hinterfragen. Das heißt natürlich nicht, dass sie alles in Frage stellen muss.

Es reicht bereits, sie um Bedingungen zu erweitern, die sie realistisch erscheinen lassen. Auf diese Weise konnte auch Stefanie erkennen, dass sie ihr Bestes gegeben hatte, eine gute Tochter gewesen war, und eine pflichtbewusste Angestellte. Trotzdem hatte sie unter den gegebenen Umständen aus ihrer Sicht keine andere Wahl gehabt, als so zu handeln, wie sie es tat. Und das war ja schon sehr viel.

 

Vergebensvisualisierung

Ein wichtiger Bestandteil des Loslassens von Schuld ist naturgemäß die Vergebung. Wenn schon die christlichen Kirchen in diesem Punkt eine Themenverfehlung hingelegt haben, kommt hier eine Möglichkeit, wie es funktionieren kann. Du weißt ja bestimmt, dass unser Hirn nicht wirklich zwischen Vorstellung und Erleben unterscheidet. Deswegen ist die Visualisierung als Technik so mächtig.

schuldgefuehle-umarmenSchließe die Augen und stelle dir nun vor, dass der Mensch, dem du gegenüber Schuldgefühle empfindest in ein paar Metern Entfernung dir gegenüber steht. Bitte ihn nun um Verzeihung und stelle dir auch vor, dass er dir tatsächlich vergibt. Dann lasse diesen Menschen sich bei dir entschuldigen, und dich um Verzeihung bitten, für das Ungemach, das er dir durch die auferlegte Schuld bereitet hat.

Verzeihe ihm und visualisiere dann eine Geste der Versöhnung, wie zum Beispiel eine Umarmung. Du führst dir damit vor Augen, wie sehr wir alle miteinander verbunden sind. Am besten du wiederholst dieses Ritual auch noch mit dir selbst, um dir noch einmal aktiv selbst zu verzeihen.

Mantra zur Selbstanerkennung

Eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Schuldgefühlen spielt unser Selbstwert. Wenn ich davon überzeugt bin, dass ich mein Bestes gebe, und meine Fehler nur eine Rückmeldung für die Korrektur meines Weges sind, werde ich nicht so einfach Gefühle der Schuld entwickeln, als wenn ich an mir und meinem Selbstwert zweifle.

Dafür gibt es ein einfaches Mantra, das wir alle kennen, und trotzdem viele von uns Schwierigkeiten haben, es auch für uns selbst zu verinnerlichen. Das hat damit zu tun, dass wir als Kinder unser Dasein auf einer anderen Hirnfrequenz erleben, und deswegen auch empfänglicher sind für unbewusste Konditionierungen. Leider werden wir in dieser Zeit eben auch oft als unzureichend und ungenügend rückgemeldet. Noch so gut gemeinte Zurechtweisungen von Seiten der Eltern oder auch anderer Personen in unserem Umfeld, bleiben letztlich nur als Nachweis unserer Unzulänglichkeit hängen, die uns ein Leben lang verfolgt.

Um diese negative Konditionierung umzukehren, benutzt du einfach dieselben Mechanismen, um dich positiv zu programmieren. Am besten du schreibt auf deinen Badezimmerspiegel die Worte:

„Du bist genug!“

Und jedes Mal, wenn du bei diesem oder einem anderen Spiegel vorbeigehst, sagst du dir dieses Mantra vor: „Du bist genug!“ Du kannst es dir auch den ganzen Tag immer wieder vorsagen: „Ich bin genug!“

Diese Technik, die von der Hypnotherapeutin Marissa Peer populär gemacht wurde, und Anleihen bei Byron Katie nimmt, ist sehr simpel. Sie wird dir anfangs sehr seltsam erscheinen. Aber glaube mir, die Wirkung ist es wert. Halt einfach mindestens 30 Tage durch, und dann wirst du und auch deine Umgebung den Unterschied bemerken. Du wirst ein ganz anderer Mensch, ohne dich quälende Schuldgefühle, sein.

Ich wünsche dir mit den hier vorgestellten Techniken viel Erfolg! Jeder noch so kleine Erfolg ist eine wunderbare Sache. Teile deine Erfahrungen mit mir. Ich freue mich auf Rückmeldungen!

In Liebe,

Wolfgang Neigenfind

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