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Wir Menschen, unsere Rollen – und wie wir gemeint sind

Feminismus – ja, auch dieses Thema hat unbedingt mit einem guten Leben zu tun, zu dem wir unterwegs sind. Neulich sagte mir jemand, wir hätten jetzt lange genug die Frauen „gepimpert“, – es muss doch jetzt mal wieder um die Gleichstellung des Mannes gehen. Nun, ich denke, dass beide Geschlechter – und welche weiteren Variationen es darüber hinaus in all ihrer prachtvollen Vielfalt noch geben mag – noch gut zu lernen haben, bevor sie ihr volles Potenzial leben, um zu sein, wie sie gemeint. Ich finde: Sowohl Männer, als auch Frauen und auch alle farbenfrohen Menschen im „Dazwischen“ sind noch lange nicht mit sich im Reinen und in ihren archetypischen Rollen angekommen.

Die Rolle der Frau: Die tieferen Schichten

Auf die vielzitierten Fakten, dass Frauen noch immer viel weniger in klassischen Führungspositionen vertreten sind und in vergleichbaren Positionen noch immer rund 20 Prozent weniger verdienen, möchte ich jetzt einmal verzichten. Ich meine, ihnen liegen viel tiefere Ursachen zugrunde, die in kollektiven Glaubenssätzen und unserer Erziehung begründet liegen. Dazu mag ich einige persönliche Erlebnisse mit dir teilen.

“Es geht nur eins.”

Bereits als ungefähr 10-jährige wurde ich das erste Mal mit meiner (zukünftigen) Rolle als Frau konfrontiert.  Wir Kinder beamten und träumten uns einmal ins Jahr 2000, machten so etwas wie kindliche Visionsarbeit – so würde ich das heute nennen. Ich sah die Zukunft vor mir: Im Jahr 2000 wollte ich vier Kinder haben, mit einem tollen Mann zusammen leben und beruflich erfolgreich sein. Damals wollte ich Ärztin werden oder Lehrerin. Ganz stolz berichtete ich meiner Mutter von diesem Traum. Ihren vernichtenden Blick und ihren Kommentar werde ich nie vergessen.

Sie sagte schlicht: „Das kannst du vergessen. Es geht nur eins. Kinder oder Karriere.“

“Na, du bist aber früh dran.”

Mädchen-frauKurze Zeit später fühlte ich mich unwohl, ich spürte Geschwülste in meiner Brust. Ich dachte, ich hätte Krebs. Nur ganz zögerlich und voller Angst fragte ich meine Mutter, was das sein könnte. Ich erntete ein Vorwurfsvolles: „Na, du bist aber früh dran. Jetzt geht es los. Jetzt bekommst du einen Busen.“ Ich fühlte mich, als hätte ich eine Katastrophe produziert. Auch meine Tage bekam ich früh, bereits mit elf Jahren. Auch das schien problematisch zu sein. Ich fühlte mich unrein, dreckig. Voller Scham. Fast so, als hätte ich meine Unschuld verloren. Ich traute mich auch nicht, mich meinen Klassenkameraden zu zeigen, meine beste Freundin bekam ihre Tage erst mit 14.

Dein Körper gibt dir die Quittung

In den kommenden Jahren, bis alle meine gleichaltrigen Freundinnen auch menstruierten, hatte ich heftige körperliche Schmerzen und Migräne, wenn ich meine Tage bekam, manchmal so schlimm, dass ich nicht in die Schule gehen konnte. Heute denke ich, dass das kein Wunder ist: Mein Körper hatte das, was da in und mit mir passierte, zutiefst abgelehnt. Dabei sind diese Jahre der Transformation vom Mädchen zur Frau doch ein Wunder, etwas Wunderschönes! Versteh mich nicht falsch: Ich mag meiner Mutter keinen Vorwurf machen, sie hat ihre Gründe gehabt, so zu handeln. Doch ich glaube, dass mich das als Frau geprägt hat.

Die Pille, die du schluckst

Nun hätte „dieser Stempel“ mir wohl jegliche Lust nehmen können, doch ich war neugierig auf den Austausch mit Jungs und auf Liebeleien, die Hormone taten ihr übriges (Aufgeklärt hat mich übrigens überwiegend die Bravo, meine Mutter redete nicht mit mir darüber). Auch hier war ich wieder „früh dran“. Meine Mutter bekam wohl von meinem Klassenlehrer gesteckt, dass da so einiges lief. Also schleifte sie mich zum Frauenarzt, und der verordnete mir die Pille.

Sie sagte nur: „Dann hast du auch nicht mehr solche Schmerzen, wenn du deine Tage bekommst.“

Ich schluckte sie. Heute denke ich: Das war mein damaliges Soma. So war ich gezähmt, meine Hormone gezügelt. Die Chemiekeule regulierte.

Die schönste erhoffte Weichenstellung meines Lebens

mutter-kindErst mit Mitte 20, als ich mich von meinem ersten langjährigen Freund trennte, habe ich die Pille abgeschüttelt. Es widerte mich an, meinen Körper fremdsteuern zu lassen. Meine erste Befreiung. Meine zweite Befreiung war die von meinem langjährigen Freund, denn der wollte keine Kinder – und in mir schlummerte ja noch immer ein Traum, der Traum eine Familie zu haben und dabei auch beruflich erfolgreich zu sein. Mit der Karriere klappte das, was das Thema Kinder anging, gab es einige Hindernissen. Es gab da nur Affären, nur Lust und niemals Kinderwünsche.

Schließlich verhalf mir der Zufall, das Schicksal, eine göttliche Fügung oder wie auch immer du das nennen magst, dazu, dass ich voller Leidenschaft mit Anfang 30 Mutter werden durfte, mein großes Glück und die schönste Weichenstellung meines Lebens. Kurioser Weise stand es, kurz bevor ich schwanger wurde, im Raum, dass ich in dem Weltkonzern, in dem ich damals tätig war, in ein Führungsnachwuchsprogramm durchlaufen sollte. Als ich nach einjähriger Elternzeit wieder Vollzeit in den Beruf einstieg, war dann niemals mehr die Rede davon, was mich zunächst sehr traurig machte. Kind und Karriere – das schien also doch nicht so einfach vereinbar zu sein. Einen alternativen für mich erfüllenden beruflichen Weg habe ich dann später ganz anders gefunden, aber das steht auf einem anderen Blatt. 

Jetzt die große Frage: Warum erzähle ich dir das alles?

Ich mache das nicht, weil meine Geschichte besonders toll wäre. Ganz im Gegenteil, ich behaupte viel mehr: Ich bin bestimmt kein Einzelfall. Ich glaube, dass meine Geschichte gewissermaßen exemplarisch ist für einen Weg, den wir Frauen in den Mittvierzigern gemeinhin „programmiert“ bekommen haben (wie wir genauso Männer ihr „Programm“ verpasst bekommen haben).

Wie wäre es, wenn wir diese “Programme” anders gestalten?

Stell dir vor…

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  • … Mütter würden mit ihren Mädchen gemeinsam feiern, dass sie auf dem Weg zur Frau sind, dass sie das Wunder in sich tragen, Kindern – symbolischen wie realen Kindern – das Leben auf dieser Welt zu schenken, sie zu hüten und liebevoll zu pflegen?
  • … Männer würdigten mit ihren Jungs, dass sie auf dem Weg zum Mann sind, dass sie „das Zeug“ haben, die Zündungsfunken für Wunder in sich tragen, die sie mit all ihrer Kraft und Energie in die Welt bringen können?
  • … all die bunten heranwachsenden Menschen, die sich ihrer geschlechtlichen Identität unklar sind, dürften sich in Ruhe ausprobieren, bis auch sie ihren Platz gefunden haben?
  • … wir dürften so sein und leben, diese unsere Wesen „ausleben“ – und zwar nicht nur zu Hause sondern überall, auch am Arbeitsplatz? Wie wäre das? Wie würde unsere Welt aussehen?

Ich glaube, dass die Essenzen zum Thema Geschlechtergleichstellung oder vielmehr “Ausleben unserer Geschlechter” hierin begründet liegen, dass wir unsere Wesentlichkeit noch nicht zu sehen und zu leben vermögen.

Mein Sohn ist heute 14 Jahre alt. Er ist kein Kind mehr, reift langsam zum Mann. Ich bete darum, dass ich das Vermögen habe, ihn auf SEINEM Weg mit meiner Mütterlichkeit gut zu begleiten, dass er seine Wesentlichkeit ihm entsprechend entfalten kann.

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Und was denkst du zu diesem Thema?

Ich grüße dich von Herzen und sende dir weiblich-liebevolle Grüße

Steffi aka Stephanie Ristig-Bresser.

 

 

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