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Wunderheiler – es gibt sie doch

Bewegt es dich auch? Die Sehnsucht nach einem Wunder? Lass dich hier von Thomas Bruckner auf eine spannende Reise in die Welt der Wunderheiler und  Hoffnungmacher mitnehmen. Am Ende des Artikel findest du seine Geschichte auch als Podcast und Buch.

Nach einer Tumordiagnose kämpft sich der Journalist Thomas Bruckner durch den Dschungel alternativer Heilmethoden auf der Suche nach einem Wunder.

„Herr Bruckner, Sie haben einen tischtennisballgroßen Tumor im Kopf und bei Ihrem Blutbild deutet einiges auf Leukämie hin“, eröffnete mir der Arzt wenige Minuten nach der Erstuntersuchung. Falxmenigeom hochparietal mit Infiltration des Sinus sagittalis superior, hieß die korrekte Bezeichnung in meinem Fall. Ein Tumor, der von der Außenhirnrinde ins Kopfinnere wächst und da in erster Linie Platzprobleme verursacht.

Manche werden blind dadurch, andere bekommen epileptische Anfälle, bei manchen bleiben Folgen auch völlig aus. Durchzuführende Maßnahme: Extraktion. Aufgrund meiner Beschwerdefreiheit, meinte der eine oder andere  Experte, dass es mit größter Wahrscheinlichkeit keinen Unterschied ausmachen würde, ob ich mich jetzt oder erst in einem halben Jahr operieren lassen würde.

Zeit für alternative Wege

Somit hatte ich etwas Zeit und die Möglichkeit mein persönliches Drama mit Sinn zu belegen und mich mit einem Thema auseinanderzusetzen, das mich schon seit Jahren interessierte.  Wunderheiler – Menschen mit besonderen heilenden Fähigkeiten.  Auf vier Kontinenten suchte ich nach ihnen. Mein Weg führte mich auch zu Geistchirurgen  auf den Philippinen.  

Zu jenen Heilern also, die von sich behaupten, dass sie mit bloßen Händen durch die Bauchdecke ihrer Patienten eindringen und so blutige Operationen durchführen können. Weder Narkose noch Antiseptikum verwenden sie. Die Geistheiler sagen, das sei aufgrund der göttlichen Energie, mit der sie arbeiten, nicht nötig. Wie jeder wissenschaftsaffine Mensch, glaubte ich nicht an die reale Möglichkeit solcher Operationen. Zudem wurden schon viele der philippinischen Geistheiler als Scharlatane aufgedeckt.

Der  heilende Sonderling

Doch dann traf ich auf William Nonog. Er wirkte wie besoffen, erinnerte mich rein optisch an den aufgedunsenen ehemaligen Fußballgott Diego Maradona, hatte zudem kaum noch Zähne im Mund und redete einen Kauderwelsch daher, nicht auszuhalten. Ich wollte gehen, gleich nachdem ich ihm erstmals gegenüber stand.

Aber ich blieb. „Look“, sagte er, „du musst schauen. Kein Problem.“ William lud mich ein, ihn bei seinen Operationen zu beobachten. Im Unterschied zu allen anderen bisher aufgesuchten Heilern auf den Philippinen, erlaubte er mir alles. Filmen, fotografieren aus allen erdenklichen Winkeln und auch aus nächster Nähe. Während der Operationen klebten meine Augen oft nur wenige Zentimeter über den Wunden. Ich roch das Blut unter meiner Nase und stieß mir einige Male den Kopf an Williams Armen. So nah kam ich dem Geschehen.

William griff mit gespreizten Fingern auf die Bauchdecke der Patientin und natürlich färbte sich diese innerhalb weniger Sekunden blutrot. Er zog Blutpfropfen und gallertartige Klumpen aus dem Körper, zwischenzeitlich  verschwand sein Mittelfinger in ihrem Bauchraum.  Der gesamte Mittelfinger schien wie vom Bauchnabel verschluckt. Ich bewertete das Gesehene als die Kunst eines Illusionisten, trotzdem lag  irgendwann auch ich unter seinen Händen.  Ein ziehender Schmerz zog sich quer über meinen Bauch und ich begann zu bluten. Zumindest sah es so aus. Bei der Verabschiedung sagte er, ich könne wieder kommen, wenn ich wolle, es läge an mir. „Was bin ich schuldig?“, wollte ich wissen. „Nichts“, antwortete William.

 Von nun an verbrachte ich eine Woche lang täglich mehrere  Stunden mit diesem Kerl. Mit Argusaugen beobachtete ich ihn. Und bald stellte sich heraus, dass er nicht besoffen war, sondern geschwächt durch einen Schlaganfall. Neben vielen anderen Operationen operierte er in dieser Woche auch mich noch einige Male – im Wohnzimmer, am Küchentisch, einfach so, das Essen zur Seite geschoben und schon griff er hinein in meinen Körper, wie in einen Teich. 

Manipulation oder tieferer Einblick?

wunderheiler-brucknerAm vierten Tag fiel mir etwas auf. Etwas hatte sich verändert. Ich hatte mich verändert. Ich ertappte mich dabei, dass ich William nicht mehr bewertete. Dass ich ihm glaubte. Und Sätze von ihm annehmen konnte, die ich noch vor einer Woche als dümmliche Kalendersprüche abgetan hätte.

„Die Wahrheit liegt hinter dem Denken“ oder „Die schwierigste Reise ist jene vom Kopf zum Herzen“. Diese Worte aus Williams Mund verursachten keine Dissonanz mehr  in meinem Hirn. Das fand ich sonderbar. Doch damit nicht genug, noch etwas nahm ich wahr. Ich suchte nach keinen Beweisen mehr. Bei Operationen zog ich es vor, mich mit den anderen Patienten zu unterhalten anstatt William genau auf die Finger zu schauen und wenn ich selbst operiert wurde,  schloss ich meine Augen wie ein braves Kind, das sich dem Schlaf ergibt.

Selbst ob Blut floss oder nicht, war mir einerlei. Ich ließ William gewähren und konzentrierte mich einzig und alleine auf meine Heilung. 

Aber meine Loyalität zu William endete selbst hier noch nicht. Offensichtliche Fehlaussagen oder Widersprüche von William interpretierte ich in seinem Sinne oder ließ sie an meinen Gedanken vorüberziehen, ganz so, als wären sie weiße Friedenstauben auf höherer Mission. Was war da los mit mir? Hat er mich manipuliert oder hypnotisiert?

wunderheilerDarüber musste ich lange nachdenken. Was hat William mit mir gemacht? Nach zwei Tagen der Einkehr hatte mein Geist eine Theorie kreiert. Und die lautete folgendermaßen:  In Williams Person spiegelten sich alle Farben des Lebens wider. Er war ein vom Leben Gezeichneter wie auch ein von Gott mit herausragenden Fähigkeiten Gesegneter, er war Patient wie Heiler, Leidender wie Glückseliger.

Und weder versuchte er, das eine hervorzuheben noch das andere zu verbergen. Er wandelte durch die Welt wie ein gläsernes Wesen. Angreifbar, widersprüchlich und  jeglicher herkömmlicher Vorstellungen entrückt. Und diese schonungslose Authentizität, gepaart mit dieser völlig unerklärlichen Gabe des Heilens, ließ mein feststehendes Paradigmengerüst  in sich zusammenfallen. Ob William wirklich mit seinen Fingern operieren kann?  Ja, es sieht danach  aus. Und nein, natürlich ist das nicht möglich.

Mehr war dazu nicht zu sagen. Diesen Widerspruch ohne innere Zerrissenheit gelten lassen zu können, war meine neue Gabe.

Ich war dadurch erfüllt von innerer Ruhe und empfand tiefen Frieden.

Wieder in Österreich, ließ ich ein MR machen. Der Tumor steckte nach wie vor unverändert in meinem Kopf. Trotzdem war da etwas anders. Ich spürte es klar und deutlich. Mein Körper. Und auch meine Psyche. Beide wirkten wie generalsaniert. Kein Zwicken und kein Zwacken mehr an meinen körperlichen Schwachstellen. Und seelisches Gleichgewicht in mir. Es war, als hätte jemand meinen Lebensgrundton auf Dur gestellt. Waren Williams Operationen der Grund dafür?  Ja, ich glaube schon. Doch natürlich fehlen mir zur Untermauerung dieser Aussage jegliche Beweise.

Wenn du mehr über die vielen erstaunlichen Begegnungen mit Wunderheilern von Thomas erfahren möchtest, dann mögen wir dir sein Buch empfehlen:

Wundersuche: Von Heilern, Geblendeten und Scharlatanen –

von Thomas Bruckner

Thomas Bruckner, 1971 in St. Pölten geboren, beginnt nach seiner Karriere als Snowboardprofi mit dem Testen kurioser Sportgeräte und publiziert regelmäßig in zahlreichen Tageszeitungen und Magazinen. Über Jahre hinweg  berichtet er monatlich über seine Abenteuer in der Serie „Bruckner entdeckt die Welt“ im Kultmagazin „Wiener“. Einige seiner Reportagen wurden auch in internationalen Medien wie Al Jazeera, Stern und Playboy veröffentlicht. Thomas Bruckner lebt in Wien und Herzogenburg und befindet sich mehrere Monate im Jahr auf Reisen.

In diesem Interview mit dem Reporter Thomas Bruckner geht es um Wunder und unglaubliche Dinge, die sich mit dem Verstand nicht erklären lassen.

Hier findest du den Podcast mit Thomas im Gespräch mit Veit Lindau zum download oder gleich anhören bei itunes: ( Podacst No.16)

 


 

 

 

 

 

 

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