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Sinn einer Beziehung

Ist es Sinn einer Beziehung, uns glücklich zu machen?

Es ist nicht die Aufgabe einer Beziehung, uns glücklich zu machen. Der Weg zur erfüllten Beziehung hat zwar Glück im Gepäck, wird aber erst mit der Arbeit an dir selbst geebnet.

In meiner Arbeit als Persönlichkeitstrainerin begegnen mir viele Menschen, die auf der Suche sind nach einer  Beziehung, die sie wirklich erfüllt. Oft geht die Hoffnung auf das große Glück mit diesem Wunsch einher. Meine Antwort: Beziehungen sind nicht da, um uns glücklich zu machen. Das liegt zum einen daran, dass Glück kein Dauerzustand ist. Natürlich können wir die erste Verliebtheit in vollen Zügen genießen und in dem Gefühl schwelgen, in dem vor lauter Bauchkribbeln das Einschlafen schwerfällt, in dem Zeit unwichtig wird und der Alltag zur ständigen Vorfreude. Wer schon einmal eine lange Beziehung geführt hat, weiß aber, dass dieses Gefühl abklingt, wenn man erstmal zusammenwohnt, sich in- und auswendig kennt und den Alltag zusammen bestreitet.

Zum zweiten sind Beziehungen nicht da, um uns glücklich zu machen, weil wir uns gar nicht die Person suchen, die uns rundum glücklich machen könnte. Wir suchen uns den Menschen als Partner aus, an dem und mit dem wir wachsen können. 

Alles hinterlässt energetische Spuren

Um diese Tder-Sinn-einer-beziehunghese zu erläutern, muss ich ein paar Schritte zurückgehen: Der von mir begründeten Heilenergetik liegt ein energetisches Menschenbild zu Grunde, das weiß, dass es mehr als Materie gibt. Neben unserem Körper aus Fleisch und Blut haben wir Menschen ein Energiefeld, auch Aura genannt. Darin ist jede Erfahrung gespeichert, die wir in unserem Leben machen und auch die Informationen, die wir von unseren Vorfahren und von unseren Eltern mitgegeben be
kommen.

Dieses Energiefeld ist der Bauplan, der uns zu dem Menschen macht, der wir sind. Und es ist der Bereich, in dem sich alles manifestiert, was wir erleben; sei es der Verlust eines Menschen oder das Warten an der Supermarktkasse – alles hinterlässt energetische Spuren.

Deshalb ist unser Energiefeld der Bereich, an dem wir ansetzen müssen, um unser Leben verstehen und bewusst gestalten zu können. Denn wenn wir einen Chef haben, der uns ungerecht behandelt und unsere Anstrengungen nicht würdigt, dann hat der Chef keine bösen Absichten. Er knüpft nur genau an der energetischen Struktur an, die im Kindesalter beispielsweise vom Vater, der sich ähnlich verhielt, geprägt wurde. Umgekehrt berühren wir den Chef mit unserer unsicheren und unterwürfigen Art womöglich dort, wo seine Mutter vor vielen Jahren ihre energetischen Spuren hinterlassen hat.

Das Leben macht uns durch die vielen Menschen, denen wir begegnen, den Dingen, die uns passieren, immer wieder auf energetische Blockaden aufmerksam, die es zu bearbeiten und zu lösen gilt. Das Prinzip dahinter: Alles ist unser Spiegel. Wer mit diesem Blick durch die Welt geht, wundert sich nicht mehr, warum jeder von uns seine Mitmenschen anders wahrnimmt, sie weniger oder mehr mag, ihr Handeln besser nachvollziehen kann oder schlechter.

Die Auseinandersetzung mit dem Partner ist die intensivste

Das Prinzip gilt natürlich auch bei unserem Chef. Sicherlich gibt es Kollegen, die mit ihm gut klar kommen, in seiner Anwesenheit nicht in Ehrfurcht erstarren und  ihm selbstbewusst entgegentreten. Wenn wir das beobachten, haben wir die Wahl: Wir können unseren Chef als bösen Mann abstempeln und uns einen erweiter-einer-beziehungneuen Arbeitsplatz suchen oder wir setzen uns mit dem Gefühl des Nichtgesehenswerdens auseinander, bearbeiten es und lösen es auf. Du wirst es dir schon denken können: Nur die zweite Variante bringt uns auf einem Weg zu einer starken Persönlichkeit und einem eigenverantwortlichen Leben weiter. So gibt uns jeder Mensch, dem wir begegnen, die Möglichkeit, uns selbst besser kennenzulernen, zu wachsen und so das Leben leichter zu machen. Wir müssen die Aufgaben nur annehmen, vor die uns unsere Mitmenschen stellen.

An diesem Punkt kehren wir zurück zur Beziehung. Denn wie der Chef tritt auch unser Partner*in in unser Leben. Durch die Intensität einer Liebesbeziehung spiegelt er*sie uns aber unsere Blockaden, Schwächen, Stärken und Sehnsüchte noch viel besser als jeder andere. Das kann schmerzhaft sein, aufregend, aber in jedem Fall ist es eine Herausforderung. Und es lohnt sich, sich ihr zu stellen.

Die Suche nach dem richtigen Partner*in

Die Hoffnung, mit dem*der  Partner*in würde alles besser, ist keine stabile Basis einer Beziehung. Denn wer sich einsam fühlt, kann diese Leere auch nicht mit einem Partner füllen, wer Bestätigung sucht, wird in einer Beziehung niemals genügend davon bekommen. Und wer alleine nicht glücklich ist, kann es auch mit einem Menschen an seiner Seite nicht werden.

Beziehungen, die auf diesem Wunsch der Mangelbeseitigung aufgebaut werden, haben kaum eine Chance zu bestehen. Denn schon für Beziehungen, die auf ehrlicher, herzlicher Liebe fußen gilt: Sie brauchen Engagement und viel Bereitschaft von beiden Seiten, um erfolgreich zu sein.

spaß-in-einer-beziehungIst ein*e  Partner*in gefunden, den wir von Herzen lieben und auf den wir uns einlassen wollen, begeben wir uns auf eine Gratwanderung, auf der wir immer wieder entscheiden, was wir bereit sind zu geben, wie kompromissbereit wir sein wollen und bis zu welchem Punkt wir noch ganz wir selbst sind. „Entweder du akzeptierst mich so wie ich bin, oder du gehst“,- klingt selbstbewusst und konsequent, ist aber feige.

Denn mit unserem Partner*in wird es immer wieder Reibung geben, Charakterzüge, mit denen der andere nur schwer klarkommt oder Angewohnheiten, die den anderen zur Weißglut treiben.

Kennst du ein Beispiel aus deiner Beziehung? Wenn ja, dann hier eine Notfall- Checkliste für’s nächste Mal:

Bewahre einen kühlen Kopf und stelle dir selbst ein paar Fragen:

  • Was genau stört mich gerade?
  • Warum stört es mich?
  • Kann ich das Problem für mich selbst lösen, indem ich gelassener darauf reagiere?
  • Wie kann ich mein Anliegen als Wunsch formulieren, nicht als Vorwurf?
  • Können wir uns in der Mitte unserer Standpunkte treffen?

Die Frage „Was genau stört mich gerade“, kann schon Wunder wirken. Denn viel zu oft knallen wir unserem Partner*in ohne nachzudenken einen Vorwurf hin, der mit der Ursache unseres Problems gar nichts zu tun hat. Ein Beispiel: Stört dich, dass immer die Socken deines Partner*in neben dem Wäschekorb liegen statt darin? Was genau stört dich? Womöglich fühlst du dich nicht genug geschätzt von ihm*ihr, weil du die Wäsche wäschst und er*sie dieser Arbeit keinen Respekt entgegenbringt? Dann sind die Socken vielleicht noch der Auslöser, aber das Thema, über das ihr  sprechen solltet, ist die Wertschätzung, die ihr euch entgegenbringt.

Zwar ist es einfacher, einen Wutanfall zu bekommen und den Socken darin die Hauptrolle zu geben, aber vorwärts kommt ihr nur, wenn ihr eure Bedürfnisse hinterfragt, eure Wünsche formuliert und gemeinsam daran arbeitet. Ein Ergebnis dieser Arbeit gibt es nicht, denn Beziehungen sind ein stetiger Prozess. Aber dieser kann sehr wertvoll sein, weil ihr ihn als Paar gemeinsam gestaltet.  So kann eure Beziehung mit euch wachsen.

Messt eure Beziehung also nicht an den Momenten, in denen ihr rundum glücklich seid; messt eure Beziehung an den schlechten Momenten, in denen ihr trotzdem wisst, dass ihr an einem Strang zieht. 

Auch für das Unglücklichsein ist unsere Beziehung nicht zuständig

Was ich dir auch noch auf den Weg geben möchte: Unsere Beziehung hat nicht die Aufgabe, uns glücklich zu machen, sie hat aber auch nicht die Aufgabe, uns unglücklich zu machen. Es kostet nicht nur Kraft, gemeinsam an einer Beziehung zu arbeiten; es kostet ebenso viel Kraft, eine Beziehung zu beenden. Doch es kann sich lohnen, wenn wir an das Spiegel-Prinzip denken.

Ein Beispiel: Eine meiner Klientinnen litt seit Jahren unter einem Partner, der sie unterdrückte und drohte, sich etwas anzutun, wenn sie sich trennen würde. Aus Angst blieb sie. In unserer gemeinsamen Arbeit fanden wir heraus, wie wenig Wertschätzung sie sich selbst entgegenbrachte. Sie stand nicht zu ihren eigenen Bedürfnissen und Wünschen, sondern redete sich immer wieder ein, dass sie nichts anderes verdient habe.

Wir haben das Gefühl der Wertlosigkeit, das schon in ihrer Kindheit geprägt wurde, bearbeitet und aufgelöst. Plötzlich war ihr Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung so groß, dass sie es sich Wert war, die Trennung auf sich zu nehmen. Das erste Mal hat sie bewusst Verantwortung für ihr Handeln übernommen. Die Beziehung hat ihre Aufgabe erfüllt, indem sie den beiden Menschen mit ihrer Begegnung die Möglichkeit bot, sich zu entwickeln. 

So nüchtern meine Theorie zum Glück einer Beziehung auch zunächst erscheinen mag, steckt doch dahinter die wundervollste Botschaft, die ich dir mitgeben kann:

Sinn-einer-beziehung-menzelÜber das Glück in deinem Leben entscheidest immer nur du!

Herzliche Grüße,

Stefanie Menzel

www.stefanie-menzel.com

Buchtipp:

Heilenergetik: Die eigene Aura stärken – Das Leben bewusst gestalten von Stefanie Menzel

+++

Wie geht es dir in deiner Beziehung und welche “Knöpfe” werden im Streit bei dir gedrückt?  Zusammen können wir wachsen, wir freuen uns auf deinen Kommentar! 

Kämpfst du manchmal mit deinen negativen Gefühlen… dann haben wir hier noch einen spannenden Artikel für dich…

Gefühle liebevoll fühlen – So kommst du aus dem Widerstand heraus

 

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