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Was uns unsere Schulzeit über uns selbst verrät

Viele von uns haben unsere Schulzeit in schlechter Erinnerung und verdrängen sie, soweit es gelingt. Einige wachen noch heute nachts auf, in Panik, weil sie im Traum unvorbereitet in einer Matheklausur saßen oder ein Referat halten mussten. Die Angst davor, vorgeführt, beschämt oder negativ bewertet zu werden, hat sich in vielen von uns tief vergraben und bestimmt oft noch heute darüber, wie beschwert oder unbeschwert wir uns selbst vor anderen offenbaren können.

Ein Gastartikel von Anne Busch

Gleichzeitig wurde uns in der Schule ein klares Bild davon eingeprägt, wie ein Mensch sein sollte, um ein gutes Leben führen zu können. Für viele hat sich das – bewusst oder unbewusst – aber auf irgendeiner Ebene nicht richtig angefühlt.

Was fangen wir mit Erfahrungen aus unserer Schulzeit an?

unserer-schulzeit-entrinnenKönnen wir sie irgendwie nutzen, um uns selbst zu erkennen und freie Menschen zu werden? In „unseren“ Kreisen ist es eine gängige Ansicht, dass Menschen negative Erfahrungen machen, um daran zu wachsen und mit dem Kontrast des Negativen das Positive erkennen und anstreben zu können. Vielleicht funktioniert das auch mit negativen Schulerfahrungen. Was, wenn wir sie als Kontrastmittel nutzen, um mehr über unser wahres Wesen zu erfahren?

Ich gehe davon aus, dass jede*r von uns über einen individuellen Entfaltungsplan, über eine individuelle Essenz verfügt, die sich ausleben möchte. Dabei erfahren wir das Leben auf unterschiedlichen Ebenen – als ewiges, freies Bewusstsein auf der einen Seite und gleichzeitig als denkender, fühlender und handelnder Mensch auf der anderen Seite. Während das Bewusstsein – oder die Seele – von Natur aus hochschwingend ist, kann sich der Mensch mit dem, was er denkt und tut auf alle möglichen Schwingungsebenen begeben.

Dabei hat er einen genialen und sehr zuverlässigen Gefühlskompass, der ihm jederzeit anzeigt, wie nah oder fern er von seinem Höheren Selbst entfernt ist: Sind die Gefühle hochschwingend – also freudig, liebend oder friedvoll, ist er sich selbst nah und lebt aus der Perspektive der Seele. Sind sie niedrig schwingend – also ärgerlich, traurig, starr oder ängstlich, macht das deutlich, wie sehr sich das handelnde und denkende Ich von seiner höheren Wahrheit, seinem wahren Selbst entfernt hat.

Wenn wir also unsere Schulzeit lang über längere Zeiträume „niedrig schwingende“ Gefühle hatten, können wir daraus zumindest ableiten, was wir NICHT sind – und uns selbst damit näher kommen. Dafür müssen wir uns nur daran erinnern, was genau sich in dieser Zeit nicht gut angefühlt hat. Gleiches gilt auch für aktuelle Jobsituationen. Da wir aber alle in die Schule gegangen sind, ist sie eine gute gemeinsame Ausgangsbasis:

Das Fächersystem


Zu meiner Schulzeit haben wir die Fächer noch im 45- oder 90-Minutentakt gewechselt. Mit gesenkten Köpfen sind wir von einem zum nächsten Klassenzimmer geschlurft und haben meist lustlos das vorgegebene Programm absolviert. Was sich daran nicht gut angefühlt hat, ist ziemlich offensichtlich: Niemand, noch nicht einmal wir selbst, können uns vorgeben, wofür wir uns interessieren sollten. Lust, Inspiration und Interesse kommen und gehen in Wellen, in ihrem eigenen Rhythmus.

Freilerner, die nie eine Schule besucht haben, berichten davon, wie sie sich phasenweise in die unterschiedlichsten Themen vertieft haben und wieder aufgetaucht sind, wenn sich ihr Interesse erschöpft hatte. Sie sind ihrem inneren Rhythmus gefolgt und haben ihm vertraut.

Auch heute noch fühlt es sich nicht gut an, wenn wir glauben, etwas Bestimmtes tun zu müssen, oder? „Eigentlich sollte ich…“ können wir also getrost aus unserem Vokabular streichen. Stattdessen können wir lernen, wieder bewertungsfrei auf unsere eigenen Impulse und Inspirationen zu vertrauen. Das braucht ein wenig Übung, ist dann aber die müheloseste Art, wieder ins eigene Fahrwasser zu kommen.

Das Notensystem

Von klein auf wurden wir in unserer Schulzeit daran gewöhnt, von einer Autoritätsperson bewertet und mit anderen verglichen zu werden. Wir können uns deshalb kaum mehr vorstellen, wie es anders sein könnte. Was das auf Gefühlsebene mit uns gemacht hat, ist schwieriger zu definieren und in sich vielschichtiger.

Eindeutig ist der Schmerz oder die Wut darüber, negativ bewertet zu werten. Ich hatte nie schlechte Noten, deshalb kann ich das nur erahnen. Ich habe stattdessen die Scham erlebt, „zu gute“ Noten zu haben und damit als Streberin zu gelten. Was war die Folge? „Lieber das Licht dimmen, als negativ aufzufallen…“.

team-unserer-schulzeitGleichzeitig haben wir eine unterschwellige Ahnung, dass es nicht richtig ist, Menschen miteinander zu vergleichen und von außen zu bewerten, oder? Wenn wir versuchen, einander so ähnlich wie möglich und in allem so gut wie möglich zu werden, handeln wir gegen unsere Sehnsucht, unsere Individualität zu erfahren und auszudrücken. Die Menschheit ist wie ein Puzzle, wenn sich alle Stücke frei entfalten können, erblüht das Ganze. Für den einen sind ganz andere Themen und Handlungsfelder relevant als für die andere.

Was lernen wir daraus? Wir dürfen wieder Mut zur Lücke haben und alles, was nicht relevant für uns ist, den anderen überlassen. Woran merken wir, dass etwas für uns relevant ist? Wir haben Lust darauf, es ist mit einem aufregenden Kribbeln verbunden und fühlt sich dennoch reibungslos und einfach an. Weil es so einfach ist.

Den inneren Kritiker, der unseren Mindfuck füttert, uns permanent zuflüstert, dass wir im Vergleich zu anderen nicht gut genug (oder zu gut) sind, können wir zwar wahrnehmen, aber dabei als niedrig schwingendes „Kontrastmittel“ enttarnen. An seiner Unwahrheit erkennen wir unsere Wahrheit: dass wir bewusst unterschiedlich und damit nicht zu vergleichen sind. Und dass es nicht um „Erfolg“ oder „Misserfolg“ geht, sondern nur um die Erfahrungen, die wir auf dem Weg machen.

Auch wenn wir es so stark verinnerlicht haben: Es gibt keinen einzigen äußeren Maßstab, an dem das, was wir tun, denken und fühlen gemessen und bewertet werden könnte.

Der krönende Abschluss

Das gesamte Bildungssystem lehrt uns, auf ein Ziel in der Zukunft hinzuleben. Wenn wir erst dieses oder jenes geschafft haben, werden wir ein glückliches Leben führen. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Freude müssen wir uns durch etwas verdienen, an dem wir keine Freude haben.

Mit diesen Nachforschungen kommen wir dem näher,  was uns unsere Schulzeit über uns selbst verrät.

Dass an dieser Rechnung etwas faul sein muss, hat jeder im Gefühl – und sei es unterbewusst. Wie soll das funktionieren?

Wie können wir mit niedrigen Schwingungen eine Realität kreieren, die sich hochschwingend anfühlt?

Es ist eindeutig: Wenn wir etwas erschaffen wollen, das uns wirklich glücklich macht, müssen wir es schon in Freude erschaffen. Oder uns zumindest in den Fluss der inneren Stimmigkeit begeben, was manchmal auch bedeutet, schwierige Hürden zu nehmen oder schmerzhafte Schatten hochkommen zu lassen, um sie integrieren zu können. „Spaß“ kann hier ein irreführendes Wort sein. Ich bevorzuge innere Stimmigkeit, es fühlt sich einfach richtig an.

Das sagt sich allerdings leichter, als es getan ist, denn diese Prägung sitzt tief. Viele kennen die Scheu, für etwas Geld zu nehmen, das sie mit Freude oder innerer Stimmigkeit gemacht haben. Oder das Gefühl, zu wenig zu tun, wenn es leicht von der Hand geht. Doch wir können uns immer wieder selbst daran erinnern:

Wenn das, was wir tun, unsere Gefühle höher schwingen lässt, sind wir auf dem richtigen Weg. Auf unserem Weg.

Mit herzlichen Grüßen,

Anne

www.shifting-minds.net

aus-unserer-schulzeitAnne Busch ist Coach, Bloggerin, Galeristin, Umweltwissenschaftlerin und Mutter von zwei Kindern. Sie hat also schon viel ausprobiert und versucht, immer wieder ihrem inneren Ruf zu folgen. Nachdem sie jahrelang Unterrichtsmaterial zu Nachhaltigkeitsthemen entwickelt hat, folgt sie nun immer intensiver ihrem Wunsch, andere auf ihrem Entfaltungsweg zu unterstützen. Über ihren Blog teilt sie ihre Erkenntnisse und Gedanken, um zu radikaler Authentizität und zu freier Entfaltung zu inspirieren.

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