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Gut angezogen: (D)eine Revolution aus dem Kleiderschrank

Schritt für Schritt vom Fast-Fashion-Style zur nachhaltigen Mode.

„Wir sind nicht, was wir haben. Wir sind auch nicht, was wir anziehen. Und schon gar nicht sind wir, was wir kaufen und besitzen. Wir sind, was wir tun. Was wir denken. Wofür wir uns engagieren.“
(aus: „Einfach anziehend“ von Kirsten Brodde und Alf-Tobias Zahn)

„Kind, zieh dir gefälligst was Vernünftiges an!“ Vielleicht klingen diese Sätze deiner Eltern aus Teenagertagen noch manchmal in dir nach. Doch „was Vernünftiges anziehen“ hat für dich vielleicht heute nochmal eine ganz andere Bedeutung als damals. Woher kommt das eigentlich, was ich trage? Kleben an meinen Kleidern vielleicht Schweiß und Tränen von armen Menschen, die es für wenige Cents in Bangladesch genäht haben? Muss ich jeden Modeschick wirklich mitmachen? Wo finde ich wahrhaft vernünftige Kleidung, die diesen Namen auch verdient?

Die Modebranche: Verschmutzerin der Weltmeere, Klimakillerin, Sklavenhalterin

So grob kennst du die Fakten sicherlich, verdrängst sie aber allzu gern – genau wie ich.

Lass uns genauer hinschauen:

  • Jede*r Deutsche kauft rund 60 Kleidungsstücke im Jahr – 40 Prozent davon werden allerdings selten oder nie getragen.
  • Zwar sind wir Menschen im deutschsprachigen Raum brave Altkleiderspender*innen, doch weltweit landen fast 90 Prozent aller Kleider im Müll.
  • Dass wir weltweit so viele Kleider produzieren und kaufen, um sie wegzuwerfen, nachdem wir sie nur wenige Male getragen haben, hat Konsequenzen: 20 Prozent der Wasserverschmutzung und 8 Prozent des globalen Treibhausgas-Ausstoßes weltweit gehen derzeit auf das Konto der Textilindustrie.
  • Eine Näherin in Bangladesch arbeitet durchschnittlich für 51 Euro monatlich. Ihr höchster Chef, einer der Vorstandsvorsitzenden der großen Modelabels der Welt, verdient damit in nur fünf Tagen so viel, wie die Näherin in ihrem ganzen Leben, hat die Organisation Oxfam herausgefunden.

Mode alternativ: Wie kann es anders gehen?

Ist öko-faire Mode noch immer im Jutesack-Style?

Wo finde ich denn Kleidung, die wirklich „anständig“ ist und die ich guten Gewissens tragen kann?

Damit beschäftigen sich Kirsten Brodde, Leiterin der globalen Detox-Kampagne von Greenpeace, die damit der Modebranche auf den Zahn fühlt, und Alf-Tobias Zahn, Kommunikationsberater und Betreiber des Blogs Grossvrtig, in dem er „grüne Schätze mit Substanz und Stil“ vorstellt, bereits seit längerer Zeit.

Jetzt teilen sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen im gerade erschienenen Buch „Einfach anziehend. Der Guide für alle, die Wegwerfmode satthaben“. Und das machen sie sehr gut.

Kompakter, lesenswerter Guide für öko-faire Mode

Neben einem kurzen faktischen Einblick in die Modeindustrie, den ich im oberen Abschnitt komprimiert wiedergegeben habe, findest du im Buch u.a. folgende kompakte, leicht lesbar aufbereitete Inhalte:

  • Eine Anleitung für einen Kleiderschrank-Check
  • Eine klare Erläuterung, WARUM Ökomode teurer ist
  • Tipps zum Thema Altkleiderspende (Wo sind deine alten Kleidungsstücke gut aufgehoben?)
  • Wo bekommst du gute Vintage- und Second-Hand-Kleidung her?
  • Welche Leihmöglichkeiten für Kleidung gibt es mittlerweile?
  • Wie bereitest du alte Kleidung mit einigen Makeln wieder schick auf und kreierst auf diese Weise Unikate aus ihnen?
  • Einen Überblick über die Textilsiegel
  • Tipps zum Thema nachhaltiger Schmuck
  • Die Ökolabel der Modekonzerne auf dem Prüfstand (Fazit: Das ist zwar ein erster wichtiger Schritt, doch sind diese Ökolabel die Feigenblätter der großen Unternehmen und machen nur einen winzigen Bruchteil ihres Umsatzes aus. In Werbung und Nachhaltigkeitsreportings werden sie statt dessen aufgebläht herausgestellt.)

Außerdem findest du einen ausführlichen und gut sortierten Serviceteil u. a. mit vielen Adressen von grünen Concept Stores in ganz Deutschland, Empfehlungen für nachhaltige Modeblogs und weiteren Publikationen rund ums Thema.

Wie kannst du zu deinen Werten stehen? Hier findest du Anregungen:

Würde- und wertebewusst leben: Du und dein Beitrag zum Gemeinwohl

Upcycling: Lieblingsstücke vergolden  

kleiderschrank-Tasse, GoldenBesonders gefallen hat mir dabei ein Tipp zum Veredeln alter, liebgewordener Kleidungsstücke, die sich Näher*innen aus einer anderen Disziplin abgeschaut haben.

Wenn in Japan eine Lieblingsteetasse zerbricht, dann landet sie nicht etwa auf dem Müll, sondern wird viel mehr ganz besonders herausgeputzt:

Denn Kintsugi, die „Goldverbindung“, die den Makel hervorhebt, ist eine traditionelle japanische Reparaturmethode, bei der Porzellanbruchstücke wieder geklebt und mit Pulvergold, Silber und Platin verziert werden. So entstehen aus zerbrochenem Keramik oder Porzellan wundervolle Schmuckstücke, die eine Geschichte erzählen.

So kannst auch du alte Kleidungsstücke vergolden, Löcher mit Goldfaden hervorheben, mit Perlen bestücken oder farbenfrohen Flicken versehen.

Vom Fast-Everything zur neuen Maker-Bewegung

Wer seine Kleidung repariert, wird vermutlich mit vielen Dingen bewusster umgehen und auch in anderen Lebensbereichen verantwortungsbewusster konsumieren.“,

… sind sich Kirsten Brodde und Alf-Tobias Zahn sicher – und wünschen sich dafür Unterstützung auch vom Gesetzgeber, verweisen dabei darauf, dass beispielsweise in Schweden der Mehrwertsteuersatz auf Reparaturen gesenkt wurde, um sie lohnender zu machen.

Übrigens: In vielen Städten schießen in vergangenen Jahren offene Werkstätten, Nähstuben und Repaircafés wie auch gute Vintage-Läden (Vintage ist das neue Second-Hand) oder auch Kleiderbibliotheken, bei denen man sich Kleider ausleihen kann, wie Pilze aus dem Boden. Recherchiere doch mal in deiner Stadt!

In 10 Schritten zum öko-fairen Kleiderschrank

Mit ihrem Buch tragen die Autoren in jedem Fall dazu bei, sich dem Thema Mode und nachhaltiger Lebensstil zu nähern – für alle, die bisher noch nicht so viel damit zu haben.

Kirsten Brodde fasst den Plan in diesem Video kurz und knackig zusammen – schau rein:

Und? Bist DU schon anständig angezogen?

Ich gestehe: Meinen Kleiderschrank darf ich mal wieder ausmisten.😉

Danke für deine Gedanken in den Kommentaren – und für deine Taten!

Ich wünsche dir viel Freude dabei, auch mit deiner Kleidung zum Teil des Wandels zu werden, den wir auf dieser Welt brauchen!

Herzliche Grüße

Steffi aka Stephanie Ristig-Bresser.

Alle Artikel von Stephanie Ristig-Bresser findest du hier.

 

Weiterführende Medientipps, die die Autoren in ihrem Buch geben:

Ebenfalls sehenswert:

  • Mode ohne Makel – Dokumentation aus der ZDF-Reihe plan b (noch bis 17.03.2019 in der ZDF-Mediathek zu sehen)

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Interesse an einem glücklichen, erfüllten und guten Leben? Dann schau doch mal im humantrust vorbei:

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