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Erziehung-und-Ressourcen

Erziehung oder Dressur? Ein Plädoyer für die Bewahrung unserer Ressourcen

Die Erziehung von Kindern und Tieren gleicht oft einer Dressur. Dies ist eine Einladung, an Hand von zwei Potentialen, die wir alle besitzen, nachzuvollziehen, wie nachhaltig wir durch unsere Formen der Erziehung und gesellschaftlichen Bewertungen auf Heranwachsene einwirken.

Maja Nowak unterstützt Menschen in ihrer Entwicklung. Ihr Ansatz ist dabei sowohl psychologisch als auch spirituell. Etwas Einzigartiges in ihrer Arbeit ist, dass sie vieles von dem, was sie über sich selbst und andere gelernt hat, aus der engen Verbindung zur sozialen Gemeinschaft von Hunden bezog. Über siebentausend Hunde waren ihre Lehrer, Helfer und spirituellen Botschafter.
Sie lehrten sie, dass jedes Wesen in sich selbst eine wertvolle Aufgabe trägt, die jedoch überdeckt wird, wenn es Dressur erfährt. Sie machte zuerst mit Hunden, dann mit Menschen die Erfahrung, dass die Potentiale für diese Aufgabe wieder zum Vorschein kommen, wenn die andressierten Ansichten und Handlungsspielräume wahrgenommen und aufgelöst werden. Ihre Arbeit widmet sich diesem Aspekt des Gewahrwerdens und der Transformation.

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Natürliche Facetten – Zwei Beispiele

von Maja Nowak

Woran wir Kinder messen

Jedes Kind wird in unserem allgemeinen Schulsystem dazu gezwungen, ein einheitliches Tempo einzuhalten und in derselben Zeit denselben Stoff zu schaffen, wie alle anderen. Das ist die Erwartung, an der Kinder gemessen und nach der sie beurteilt werden.

1: Die Ressource der Mentalität

Eine wichtige Ressource, die man an Menschen, aber auch auch an Tieren beobachten kann, ist die Mentalität.

Sind Kinder introvertiert und langsam, (eine wichtige Ressource, um in das gemeinschaftliche Leben zum Beispiel Gründlichkeit und Bedachtsamkeit einzubringen) werden sie häufig als begriffsstutzig, lernbehindert und/oder dumm eingeschätzt und abgewertet. Mitunter flüchten diese Kinder sich im Unterricht in Tagträume, weil sie eine Pause von einem Pensum brauchen, das für sie viel zu schnell abgehandelt wird.

Da unsere Gesellschaft auf Schnelligkeit konditioniert ist, wird die Schere, die das Kind im Innen und im Außen erlebt, immer größer.

In meinen Kinderseminaren hatte ich oft Kinder, die eine ADHS Störung bescheinigt bekommen hatten und bei denen sich in der Arbeit mit ihnen herausstellte, dass sie einfach nur nie langsam sein durften und deshalb extrem nervös, hibbelig und teilweise auch aggressiv waren. Es ist allgemein bekannt, dass viele Kinder mit dieser Diagnose zum Beispiel im Urlaub auf dem Land kein Ritalin brauchen – weil es wenig Reize gibt, die sie verarbeiten müssen und sie für diese auch noch ausreichend  Zeit haben.

Extrovertierte, schnelle Kinder wiederum fühlen sich oft unterfordert, wenn

Erziehung und Potential

sie dem Durchschnittstempo bereits voraus sind und vertreiben sich häufig mit Störaktionen ihre Langeweile. Auch im Alltag erhalten sie oft negative Bewertungen. „Sei doch mal langsamer. Renn nicht immer so voraus. Sei nicht so impulsiv! Sei nicht so oberflächig! Sei nicht so laut! Beweg dich etwas unauffälliger. Halt die Hände ruhiger. Alle schauen dich schon an!“ sind Beschränkungen, die temperamentvolle Wesen oft zu hören bekommen.

Auch ihr Selbstbild verändert sich destruktiv, weil das Gefühl entsteht, mit ihnen stimme etwas nicht. In der Arbeit mit extrovertierten Kindern (und Erwachsenen) war es immer wieder schön zu erleben, wie einfach man ihre überschüssige Energie in kleine Teilaktionen (Aufgaben) leiten kann, während der Rest der Kinder noch mit dem Erfassen der Gesamtsituation beschäftigt sind.

2: Die Ressource Selbständigkeit

Eine weitere wichtige Ressource ist ein natürliches Maß an Selbstständigkeit bei einem Kind.

Es gibt Kinder, die einen geringen Grad an Selbständigkeit haben, was sich zum Beispiel deutlich daran zeigt, dass sie sich oft rückvergewissern, ob sie alles richtig verstanden haben und die häufig nachfragen, wie neue Dinge und Abläufe einzuschätzen sind. Auch für eine eigene Empfindung, wie sie eine Aufgabe erledigt haben, fehlt ihnen häufig das Gefühl, weil sie auch das ja selbst einschätzen müssten.

Entscheidungen und Einschätzungen zu treffen ist oft verunsichern für ein Wesen, das weniger Selbstständigkeit besitzt. Diese Kinder brauchen deshalb eine Form der Führung, die jeden Teilschritt zum Ziel genau beschreibt und eine ehrliche abschließende Auswertung ihrer Ausführung.

Obwohl es eine wertvolle Ressource in jeder Gesellschaft darstellt, dass es Menschen gibt, die gern die Entscheidungen autonomer Entscheidungsträger umsetzen wollen und können, werden unselbstständige Kinder (wie später auch Erwachsene) oft belächelt und nicht ernst genommen.

Wenig Selbständigkeit zu haben und damit bei Entscheidungsfindungen unsicher zu wirken, wird als Manko und nicht als Ressource wahrgenommen. Dabei spricht im Alltag nichts dagegen, sich bei anstehenden Entscheidungen an Menschen um sich herum zu wenden, deren Ressource eine große Unabhängigkeit ist. Um gute Entscheidungen treffen zu können, muss man ja ein gewisses Maß an Unabhängigkeit besitzen.

In der Arbeit mit wenig selbständigen Kindern hat sich gezeigt, dass es oft ausreichte, sie gewahr werden zu lassen, wo ihre Stärken liegen und mit der Abwertung dessen aufzuhören, was gar nicht ihre Ressource darstellt.
(Wenn allerdings das Selbstbild durch äußere Einwirkung bereits stark verunsichert ist, können auch Kinder mit Selbständigkeit diese Eigenschaften zeigen. Sie haben dann jedoch den Hintergrund der Verunsicherung.)

Erziehung-und-ressourcen

Selbstständige Kinder

Der Natur sehr selbstständiger Kinder widerspricht es, ununterbrochen Dinge ausführen zu müssen, die bereits in jedem Schritt entschieden und vorgegeben sind und ihnen keinerlei Spielraum für eigene Entscheidungen lassen.
Sie können und möchten selbst Lösungen finden, um eine Vorgabe umzusetzen. Kann man als Erwachsener absehen, dass hier Entscheidungen in die Irre gehen werden oder Gefahren beinhalten, kann man einem solchen Kind beschreiben, was seine Entscheidung in der Folge mit sich bringen wird und es noch einmal neu entscheiden lassen.

Es gilt jedoch gesellschaftlich als relevant zu meinen als Erwachsener solle, müsse und dürfe man immer über Kinder und für sie entscheiden – selbst wenn man sich bereits in der Erwachsenenwelt nicht als Entscheidungsträger erwiesen hat. Selbständige Kinder verwehren sich oft hartnäckig dagegen, wenn ihnen etwas übergestülpt werden soll, was nicht zu ihnen gehört und sind damit häufig einem immer stärker werdenden Druck und einer immer enger gezogenen Kontrollschraube ausgesetzt.

Kinder haben durch ihre Abhängigkeit nur zwei Möglichkeiten:

Sie können resignieren und brav mitmachen oder rebellieren.

Beide Reaktionen sind zwei Seiten derselben Medaille. Sie haben ihre innere Freiheit verloren.

Sicherheit durch Echtheit

In vielen Naturvölkern gab es das Ritual, einen Jugendlichen für mehrere Tage allein und ohne Nahrung in die Natur zu schicken, damit sein Geist und seine Seele dort seine persönliche Lebensaufgabe empfangen konnte.

In unserer Kultur empfangen die Jugendlichen Diagnosen wie ADHS, Depression, Schizophrenie, Sucht, Aggression, Persönlichkeitsstörung, Narzissmus usw.

Alle fremden Formen, in die aufwachsende Menschen (und auch unsere Tiergefährten)  gepresst werden, verlangen eine unglaubliche Kontrolle und Energie – einfach deshalb, weil sie nicht den eigenen Ressourcen und damit auch nicht den eigenen Umsetzungsmöglichkeiten entsprechen.

Die Beschädigungen, die aus diesen Überforderungen entstehen,  äußern sich immer häufiger in Aggression, Kontrollverlust, Antriebslosigkeit, Betäubung durch Suchtmittel. So schmerzlich sich diese Symptome auch für den Betroffenen anfühlen, sind sie doch Signale, dass tief in ihm noch jemand lebendig ist und Hilfe braucht.

Genau diese Symptome werden jedoch wahlweise durch Medikamente und Therapien zu unterdrücken und zu kontrollieren versucht.

Bei einem gesunden, nicht unterdrückten, authentischen Wesen sind dieselben Symptome undenkbar. Kein wildes Tier und kein Naturvolk weist sie auf.

Was das mit Hunden zu tun hat 

Uns erscheint  Dressur von Hunden offenbar richtig, weil auch wir in ähnlicher Form dressiert worden sind und auch heute noch Kinder mit vielen Formen von „Leckerlis“ täglich erpressen Dinge zu tun, bei denen sie ihre eigene Natur verleugnen müssen, um  gesellschaftlichen, sowie familiären Erwartungen zu entsprechen. Wie dem Hund in der “Erziehung” Nahrung oder Zuspruch gegeben wird, nur wenn er tut, was von ihm verlangt wird, wird Kindern häufig nur dann Seelennahrung zuteil, wenn sie fremden Erwartungen entsprechen.

Das häufigste Mittel ist dabei das Lob. Aber Lob ist immer an ein bestimmtes Verhalten gebunden und nicht an das Wesen des Kindes.

Alle natürlichen Wesen können uns helfen

Erziehung-oder-LehrerFür mich als unterstützende Begleiterin von Menschen ist der Hund immer wieder eine hilfreiche Brücke.

Es gibt keine übergestülpten Wahrheiten – man kann über die Thematik des dressierten Hundes in eigenen Tempo entscheiden, WANN man eine ähnliche Wahrheit für sich selbst erkennen will.

Die eigene Seele kennt immer den nächsten Schritt. Sie braucht jedoch hinreichende Bedingungen zur Verbindung mit ihrer Wahrhaftigkeit.

Deshalb habe ich ein Experiment mit meinen Hunden gemacht, um zu erklären, was Dressur und Verformung mit jedem Wesen  macht. Dazu gibt es ein Vorbereitungsvideo, welches du hier findest.

Bei diesem Experiment siehst du deutlich, wie sich Verhalten verändert, wenn Dressur wirkt:

Du bist herzlich eingeladen zu dem interaktiven Abend „Du selbst sein“ 

am 5.4. im Mannheimer Atlantis Kino. Alle Informationen findest du hier:

Herzliche Grüße,

Maja Nowak 

BuchUnknowntipp:  Abenteuer Vertrauen von Maike Maja Nowak.

 

 hier mehr Infos zum Buch

 

 

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