Kategorien Anzeigen

Erfolg Body Arbeit Beziehungen Deine Welt Glück Seele Podcasts humantrust @Redaktion

herz-oeffnen-leicht-gemacht

Herz öffnen – statt Kopf zerbrechen 

Herz öffnen – das ist ein unglaublich wichtiger Schlüssel für dein Glück. Denn wer alles nur mit sich alleine ausmacht, verschliesst sich vor der Fülle des Lebens.

Oft haben wir uns abgegrenzt und setzen zu sehr auf unsere Angst oder unsere Vorsicht. Aber nur in Verbindung mit anderen können wir wirklich wachsen und uns zum Ausdruck bringen.

Deshalb schreibe ich in meinem neuen Buch Gemeinsam bist du mehr” darüber,  warum in dieser Fähigkeit zur Verbindung unsere größte Stärke liegt und wie genau wir Vertrauen, Loyalität und Freundschaft gewinnen. Hier möchte ich eine Geschichte daraus mit dir teilen, die mich bis heute sehr bewegt:

+++

September 2009. Wir sitzen gemeinsam beim Frühstück. Meine Frau kramt eine Zeitung hervor: „Ich hab‘ da eine Anzeige gefunden. Lies mal – die ist unglaublich nett formuliert!“

Ein kurzer Blick auf die Annonce reicht mir, um Unheil zu wittern. „Bitte nicht auch noch einen Hund“, flehe ich. „Wir haben doch schon genug um die Ohren, die Kinder, den Garten, das Haus, unsere Jobs. Warum um Himmels willen sollten wir uns jetzt noch einen Hund ans Bein binden?!!!“

Doch meine Frau ließ sich nicht so leicht beirren. Auch dafür liebe ich sie. „Ach komm, wir fahren am Wochenende einfach mal da hin und schauen uns die Welpen an.“

herz-oeffnen-patrick„Solche Aktionen bringen doch nichts“, antworte ich und hoffe, dass sich das Thema von alleine erledigt. Falsch gedacht. Ein paar Tage später geht es weiter:

„Ich bin da einfach mal hingefahren – das war total nett! Katjas Hunde haben nur einmal im Jahr Welpen. Und schau mal – so unglaublich süß sehen die aus.“ Meiner Frau hält mir ihr Smartphone entgegen. Auf den Fotos sehe ich haarige Knäuel. „Die tragen alle unterschiedliche Bändchen, damit man sie unterscheiden kann.“ Wow, das ist genau die Art von Gespräch, die ich jetzt unbedingt brauche, denke ich.

„Du hättest Leon [unseren Jüngsten] mal sehen sollen. Er hat schon eine ganz besondere Beziehung zu Ella entwickelt“, legt meine Frau nach. Und im Ton der um das Kindeswohl besorgten Mutter: „Das können wir ihm jetzt kaum noch ausreden.“

In mir regt sich massiver Widerstand. Klar, die Familie ist traditionell hundenärrisch – auch ich habe Hunde immer sehr geliebt. Doch in dieser Phase meines Lebens brauche ich nun wirklich keinen Hund. Ich schweige. In manchen Situationen ist das die beste Taktik.

Tage vergehen. Meine Frau erzählt mir von einer weiteren Fahrt in die Eifel: „Willst du nicht auch mal mitkommen?“

In mir rührt sich der Stratege. Vielleicht gelingt es mir ja unterwegs, ihnen die Sache auszureden, hoffe ich. Also fahren wir ein paar Tage später wieder nach Blankenheim. Auf der Wiese laufen Hühner und Gänse herum. Wir gehen in den Wintergarten. Betont distanziert setze ich mich auf eine Bank und schaue mir das bunte Treiben aus sicherer Entfernung an. Die Hunde geben für eine Weile das Stück „Du interessierst mich nicht“. Rumsitzen ist jedoch auf Dauer nicht so mein Ding ist, also stehe ich nach einer Weile auf und laufe durch den Garten. Damit ziehe ich irgendwie das Interesse der Hundemutter auf mich. Sie kommt auf mich zu, die Fellknäule im Gefolge.

Ich gebe mich desinteressiert und versuche damit meiner Familie deutlich zu machen, dass Hunde nicht so wichtig sind.

Doch die Hunde schnüffeln an mir herum und atmen geräuschvoll das Aroma dessen ein, was sie da gerade entdeckt haben. Die kleine Ella hockt sich direkt vor meine Füße und fixiert mich mit ihrem Blick. Die Fellnase hypnotisiert mich beinahe – mit diesem perfiden junge-Hunde-Schraubzwingen-Blick.

Na gut, denke ich, dann spiele ich das Spiel eben eine Weile mit. Wir schauen uns tief in die Augen. Plötzlich nehme ich in mir eine Anspannung wahr, die mir vorher gar nicht bewusst war. Ich gehe in die Hocke. „Weise und stark“ sind die Worte, die mir von irgendwo her durch den Sinn gehen. „Du bist weise und stark“. Ella beginnt zärtlich, mein Hosenbein abzuschlecken. Ich senke den Kopf, bis sich unsere Nasen berühren. Wir beschnüffeln uns. Ich merke, ich mag sie riechen. Sie mich offensichtlich auch. Die Nähe scheint sich auf beiden Seiten richtig und gut anzufühlen, vertraut und besonders. Ich kann mir nicht helfen, aber ich muss zugeben, DIESER Hund könnte vielleicht doch zu uns passen.

herz-oeffnen-patrick

Ella legt nun ihren kleinen Kopf auf meinen Fuß, als wolle sie mir signalisieren: Du bist ok. Dich habe ich ausgesucht. Während ich mit meiner aufsteigenden Rührung kämpfe, schnauft sie ein paar Mal schwer. Ich merke, dass ich meinen Gefühlen nichts entgegenzusetzen habe.

Schließlich muss ich hier niemanden etwas beweisen, nicht mir, nicht meiner Familie, nicht diesem Hund. „Ella, wir sehen uns bald wieder“, sage ich und spreche dabei ihren Namen auf eine sanftmütige Weise aus, die mir bis heute nicht aus dem Kopf geht.

Auf der Heimfahrt kommen mir die Tränen und ich erkenne: Ich habe vom Leben einen Moment der Berührung geschenkt bekommen. Ein Geschenk, das mein Herz geöffnet hat. Ich hatte im Gewusel des Alltags den Kontakt zu meinem Herzen verloren. Ella hat mich wieder mit meinen Gefühlen in Verbindung gebracht. Wie wunderbar ist doch die Welt, wenn ich sie durch mein Herz erlebe! Direkter, wärmer. Nicht durch die Interpretation meiner Gedanken gefiltert, sondern unvermittelt.

Ich fühle mich wieder lebendig, herzberührt. Wie konnte ich nur daran zweifeln, dass ein Hund eine großartige Bereicherung meines Lebens wäre!

Mit herzlichem Gruß,
dein Patrick Lynen
+++++

Buchtipp: Ab 3.4. erhältlich:

herz-oeffnen-patrickGemeinsam bist du mehr: Wie du mit Vertrauen (fast) alle Probleme löst und unwiderstehlich gelassen wirst

von Patrick Lynen

Hier gibt es das auch als Hörbuch

 

 

 

 

Das könnte dir auch gefallen, lies doch mal rein:

Warum es wichtig ist, dass du deinen Herzensweg gehst

Gefällt mir 184 Personen gefällt das

Wie hilfreich fandest du den Artikel?1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

Diskussion

Trag dich in unseren Newsletter ein und hole dir dein Gratis-Geschenk für Compassioner-Leser:


Das große Coaching Paket von Veit Lindau.
Sichere dir diesen wertvollen Leitfaden für ein erfülltes, glückliches Leben.

 

Wir schenken dir:
o 4 Audiovorträge mit Veit Lindau
o 1 Geführte Meditation
o Den Lebenskompass

Trag dich dazu hier ein:

 



* Mit der Eintragung bestätige ich die Informationen zum Datenschutz insbesondere nach §13 DSGVO zur Kenntnis genommen zu haben.

 

 

 

fan