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Väter wir brauchen euch! – Teil 2

Liebe Väter, liebe Männer! Ihr seid so wichtig für uns.

Wenn du bereit für die Rolle deines Leben bist, trau dich einer starken Frau und Mutter zuzuhören. Ein Plädoyer mit einigen tiefgehenden Fragen an dich als Mann von unserer Gastautorin, Mutter, Grundschullehrerin und Coachin, Katja Artelt.

(Den ersten Artikel dazu findest du hier.)

Liebe Väter, liebe Männer! Ihr seid so wichtig für uns.

Nur gemeinsam können wir unsere Kinder stark machen, sie für eine immer schnellere, komplexere Zukunft vorbereiten.

Deshalb möchte ich als Frau und als Mutter zu dir sprechen: 

Wie möchtest du als Vater sein? Wie soll dein Kind/unsere Kinder generell über Väter denken? Was sollen sie sich abgucken von euch Vätern? Wie sollen sie sich fühlen mit euch? Was können sie mit euch entdecken und erleben?

Seid ihr da, wenn eure oder andere Kinder wichtige Fragen an euch haben? Haben eure Kinder überhaupt die Möglichkeit, bzw. das Gefühl euch Fragen stellen zu können und zu dürfen? Wie ist eure Art der Beziehung zu eurem Kind? Vertraut, liebevoll, entspannt, offen und frei?

Wie schön ist es doch, wenn wir das alle erleben dürfen:


Väter sind da, wenn man sie braucht. Väter sind gute Ratgeber. Väter sind zum Neues ausprobieren, zum Toben, zum Zelten, zum Angeln und zum Feuer machen da und für alles, was Kindern noch so einfällt mit Vätern. Väter übernehmen selbstverständlich, freudig, stolz und verantwortungsvoll ihre Rolle als Elternteil.

Vater sein – ein Job für ca. 18 Jahre. Eine Mission – ein Leben lang

Was denkst du über deinen Elternjob/deinen Teil des Elternjobs als Vater? Was soll dein Kind und unsere Kinder über die Mutterrolle denken gegenüber der Vaterrolle? Gibt es nur die allanwesende dominante Mutter/Frau? Die Mutter, die immer recht hat, die Mutter, die immer Recht haben musste? Die Mutter, um die die Kinder sich kümmern müssen? Die hysterische Mutter, die überfordert ist? Wo ist dein Teil, Vater?

Welche Beziehung möchtest du zu deinem und zu anderen Kindern haben (in Spielgruppen, beim Spielen zu Hause, bei Feiern, bei schulischen Dingen, Elternsprechtagen, bei wichtigen Fragen oder Problemen deines Kindes, bei Entwicklungsschüben, kindlicher Freude, etc.)?

Wünscht du deinem Kind und dir eine Beziehung, in der man Zeit füreinander hat? Eine Beziehung, wo sich Vertrauen vaeteraufgebaut hat? Eine Beziehung, in der dein Kind Dinge über dich weiß und wo du Dinge über dein Kind weißt? Bist du als Vater im Alltag da? Bist du/willst du beim Kind sein, wenn es Alpträume hat,wenn es die Welt nicht mehr versteht, wenn es Radfahren lernt, wenn es den ersten Wackelzahn hat ? Kann es erleben, dass du es lieb hast? Kannst du es deinem Kind sagen?

Wie wichtig möchtest du, Vater, für dein Kind sein?

Welche Unterstützung möchtest du ihm sein und bieten beim Erwachsenwerden? Wie kommunizierst du mit deinem Kind? Bist du im Stress? Bist du in Hektik? Oder hast du feste Zeiten mit ihm (nonverbal und verbal) zu kommunizieren? Viele meiner Klienten wissen für sich bis heute nicht sicher, ob ihr Vater sie geliebt hat, weil er keine Zeit hatte, weil er nie gesagt hat: „Ich liebe dich mein Kind! Du bist mir wichtig! Du bist genau richtig und wunderbar!“

Wie viele Erwachsene haben dadurch ein geringeres Selbstbewusstsein, streben bis heute der Anerkennung ihres Vaters hinterher, verharren in Wut und Trauer dem Vater gegenüber und finden nicht in ihre eigene erwachsene Kraft.

Kinder wünschen sich sehr die Liebe und Aufmerksamkeit von beiden Elternteilen. Ihr Vertrauen zum Leben und in ihre eigenen Fähigkeiten hängt sehr davon ab, wie sehr sie mit Liebe und Zutrauen genährt werden. Auch wenn Kinder, gerade in Trotz- und Pubertätsphasen, manchmal etwas anderes sagen. „Mama/Papa! Du nervst!. Ich habe keinen Bock auf dich!“, so sehnen sie sich dennoch permanent nach Halt und Stärkung durch das Gefühl von beiden Elternteilen „geliebt zu werden“ und „wichtig zu sein“.

Die tiefe Botschaft eines Kindes ist immer: „Ich brauche dich Vater und Mutter! Ich möchte bei euch beiden abgucken! Ich möchte euch beide an meiner Seite! Ich möchte den Reichtum von zwei Menschen (von A und B) um mich!“.

Liebe Väter – ihr seid Väter eurer Kinder und ihr selbst seid Kinder eurer Väter

Vater, SohnWie war es mit deinem eigenen Vater? Kennst du viele Dinge aus deiner Erziehung, die du toll fandest und übernehmen möchtest? Oder willst du es genau anders machen, weil es sich nicht gut angefühlt hat mit deinem Vater? Wie fühlst du dich selbst als Vater? Gehst du in den Austausch mit anderen Vätern?

Gerade bei meinen Väterabenden, wo die Väter unter sich sind, genießen diese dann sehr den Austausch unter Vätern, unter Männern.

Sie sprechen über ihre Unsicherheiten , über ihre Zerrissenheit mit dem außerhäusigen Job und der eher wenigen Zeit mit den Kindern, darüber , dass sie vieles gar nicht mitbekommen über den Tag, in der Schule, mit den Kindern. Den meisten Vätern tut es sichtlich gut, mit anderen Vätern zu reden, sich auch mal einen Rat zu holen und sich einfach mal die Zeit zu nehmen, um über die eigene Erziehung und Prägung als Kind nachzudenken.

Ich habe schon häufiger mit Vätern bei meinen Väterabenden, Elterncoachings, Elternsonntagen, Elternkursen über dieses Thema gesprochen. Die meisten Väter wissen gar nicht, wie wichtig sie sind. Viele kennen nicht, dass ihr eigener Vater präsent und ansprechbar war oder gar neben der Mutter auch für die liebevolle Erziehung zuständig war.

vaeterMit der Haltung: „Die Mutter macht schon! Irgendwann wird schon Zeit dafür sein! Irgendwann wird es sich ergeben…!“, verpasst du vielleicht die Rolle deines Lebens? Naja…und irgendwann sind die Kinder dann auch plötzlich groß und haben ihre Hautprägungszeit ohne dich verbracht.

Willst du das, du wundervoller Papa?

Liebe Väter, gebt euren Kindern Grenzen als Geschenke

Mittlerweile haben wir in Deutschland eine sehr feminine, weiche und häufig verweichlichende Erziehungskultur. Sie ist sehr einseitig von Frauen und Frauenansichten geprägt.

Das Toben, Wild sein, Raufen, Prügeln und Kräfte messen, das Schreien, Streiten, wütend sein und Stampfen, all das, wo Kinder ihr Kräfte und Muskeln spüren, wo Kinder ihre Lebensenergie und Kraft spüren, wird mehr und mehr verbannt. Der wichtigste Grund dafür ist in meinen Augen, dass das Grenzen setzen Frauen häufig sehr schwer fällt, viel schwerer als Männern.

Und wenn „Nein!“- sagen schon klappt, dann ist es doch für die meisten sehr schwierig, liebevoll konsequent zu sein und zu bleiben. Da braucht es beide Elternteile daheim, die Grenzen setzen und sich unterstützen liebevoll konsequent zu sein. Da braucht es Väter und Männer im Bildungssystem, um diese klarere Energie des Grenzensetzens („Bis hierhin und nicht weiter!“) wieder selbstverständlicher zu leben.

Kinder brauchen Entwicklungsräume, doch Räume entstehen nur mit klaren, sichtbaren Grenzen, Begrenzungen, Regeln, Strukturen. Ansonsten ist da Haltlosigkeit, Durcheinander und Überforderung bei allen Beteiligten.

Ja! Ihr Väter seid so wichtig!

Ich hoffe sehr, dass ihr Väter merkt, wie wichtig ihr seid, ihr lieben, tollen, wundervollen Väter und auch all die Männer mit ihren väterlichen Anteilen.

Bitte liebe tolle Väter und Männer, tragt eure Verantwortung für eure Kinder und für die Kinder in unserer Gesellschaft und damit für die gesamte nächste Generation. Zeigt euer Engagement! Bildet euch zu Erziehungsthemen fort! Macht euch klar, wie ihr selber sein wollt als Vater. Tauscht euch untereinander aus! Unterstützt euch gegenseitig!

Für mich als Frau, als Mutter, als Mutter von zwei Söhnen, als Grundschullehrerin und als Coachin für Lebens- und Erziehungsthemen wäre es wundervoll immer mehr euch Väter präsent zu sehen, und dass wir die dringend gebrauchten Männer/Väter wirklich auch im Erziehungs-/ und Bildungssystem immer mehr finden können, zuhause und von klein auf in Kindergärten und Grundschulen.

Danke für dich.

Herzlich, Katja

www.katjaartelt.de

Hier mein Youtube Kanal: Videos zu Erziehungsthemen 

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Lust auf andere wache Eltern….

humantrust

Katja Artelt

vaeter-brauchen-artikel-arteltIch bin Katja Artelt, 46 Jahre alt, Mutter von zwei tollen Jungs, Coachin für Lebens- und Erziehungsfragen und Grundschullehrerin. 

Mit dem Motto:“Mit Freude leben und erziehen“ begleite ich seit 15 Jahren Klienten von jung bis alt im Einzelcoaching, als Paare, als Familien, in Seminaren, Elternkursen, Workshops und Fortbildungen. Mich erfüllt es mit großer Freude bei Lebensherausforderungen für das Auffinden von Lösungen unterstützen zu dürfen, sowie beim Übersetzen von Botschaften an die Eltern oder an die Kinder behilflich zu sein. Selbstliebe, Frieden mit seinen Eltern und Zufriedenheit mit den eigenen Kindern sind dabei die Hauptziele meiner Arbeit.

 

Literaturhinweis: „Bevaterung“ von Björn Leimbach

 

 

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